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Holz und Äste in der Pferdefütterung !

Holz und Äste in der Pferdefütterung !

Holz und Äste in der Pferdefütterung: leckere Abwechslung und wichtige Ergänzung!

 

Immer wieder hört man in Pferdeställen: „ Mein dummes Pferd frisst Holz. Der macht noch seine ganze Box kaputt!“ oder „Der Holzzaun ist angefressen! Schon wieder müssen wir ihn reparieren!“.

Warum empfinden wir das Fressen von Holz als so schädlich für unsere Pferde? In der freien Natur halten sich Pferde nicht nur in der Steppe auf, sondern sind auch gerne in dichten Waldgebieten, an Waldrändern und in Gegenden mit viel Strauchbewuchs unterwegs. Von unseren modernen Pferdeweiden ist dieser natürliche Wind- und Wetterschutz in den meisten Fällen leider verschwunden. Bäume und Sträucher dienen jedoch nicht nur als Wetterschutz, sondern sind zusätzlich gute Vitamin- und Mineralstofflieferanten für unsere Pferde. Daher sollte man sie in der Pferdefütterung nicht außer Acht lassen. Rinde und Blätter gehören genauso wie Gras, Heu und Kraftfutter auf den Speiseplan des Pferdes. Vor allem vor dem Winter und zu Frühlingsbeginn sind Pferde vernarrt auf Gehölz, den zu diesen Jahreszeiten benötigt der Pferdekörper vermehrt faserhaltiges Futter. Weißdorn- und Buchenhecken sowie Brombeer- und Heckenrosen, aber auch Hagebuttensträucher

eignen sich hervorragend für Pferdeweiden. Buche, Birke, Haselbäume und diverse Obstbäume sind ebenfalls hervorragende Weidebäume. Wenn Sie keine Hecken, Sträucher oder Bäume auf ihrer Pferdeweide haben, können sie ihrem Pferd den Knabberspaß auch in die Box, auf das Paddock oder die Weide legen. Fragen sie doch einen Waldbesitzer, ob Sie ab und an einige Äste für Ihr Pferd

abschneiden dürfen oder wenden Sie sich an einen Obstbauern, der Ihnen beim nächsten Pflegeschnitt einige Äste überlassen könnte. Sie werden sehen, Ihr Pferd wird seine wahre Freude daran haben.

Weide- bzw. Paddockzaun werden schnell nicht mehr attraktiv für ihr Pferd sein, wenn es seinem natürlichen Knabbertrieb an dem Gehölz nach gehen kann :-)